Artikel zur Kritik der Diskurse über HIV / AIDS in Afrika
aus der alaska 234 auf der Seite des AK-ANNA






Diese Artikel haben wir hier eingestellt, weil sie einen kritischen Blick auf die AIDS-Diskurse aus linker Sicht liefern, mit einigen interessanten Thesen zum nachdenken. 100% stimmen wir aber auch hiermit nicht überein.


Der Mythos Der Afrikanischen Sexualität -
HIV/AIDS Im Kontext Weiblicher Sexualität In Afrika


Projektionen Von Einer Projektiven Sache -
Zur Geschichte Der AIDS-Debatte


Frei Von Armut Frei Von AIDS -
Chronik Einer Südafrikanischen Kontroverse


Krankheit Und Konstrukt -
AIDS-Politiken In Afrika



In den Artikeln findet Ihr auch noch viele Linkhinweise zum Thema in den Literaturhinweisen der Fußnoten.
Die Artikel wurden übernommen aus: - alaska - Nr. 234 -
Bremen, Januar 2001














Dies ist eine Seite des AK-ANNA


Anmerkung zum Thema AIDS und HIV Kritik





Zuletzt aktualisiert 30.05.10





















AIDS und HIV Kritik

Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß ein Virus bei AIDS, bzw eine Ansteckungskomponente, eine wichtige Rolle spielt. Die Kritik an der AIDS-HIV-Virus-Hypothese ist aber trotzdem nicht unberechtigt. Es gibt diverse Hinweise das AIDS nicht singulär durch den HIV-Virus verursacht wird. Der HIV-Virus ist vermutlich notwendig, aber nicht hinreichend, zur Auslösung der Krankheit AIDS.

- Die epidemologischen Ausbreitungscharakteristiken von AIDS entsprechen nicht denen einer Viruserkrankung. Hier müssen zusätzlich zum HIV-Virus Kofaktoren zum Ausbruch/Nichtausbruch der Krankheit führen.
Dies ist auch nicht verwunderlich und gilt im gewissen Maß für viele Viruserkrankungen. Die Ansteckung ist im Regelfall nicht unabhängig vom Gesundheitsstatus der Menschen und ihrer sozialen Lage. Für AIDS ist trivial, daß z.B. Verletzungen oder Entzündungen im Genitalbereich das Ansteckungsrisiko vergrößern. Die Zusammenhänge dürften auf Grund der Verbreitungsstatistik und der unterschiedlichen Zeiträume bis zum Ausbruch der Krankheit wesentlich komplexer sein. AIDS allein auf den HIV-Virus zurückzuführen ist eine absolut verantwortungslose Praxis einer an der Pharmaindustrie orientierten Medizin.
Die großen Seuchen im Europa (z.B. Cholera) wurden bereits im 19ten Jahrhunderts durch Maßnahmen der Hygiene und die bessere Versorgung der Bevölkerung z.B. mit sauberem Trinkwasser eingedämmt, nicht durch die Medizin.
Gesundheitsstatistiken beweisen dies.

- Es gibt inzwischen nachgewiesener Maßen Menschen, die trotz HIV-Virus kein AIDS bekommen. Dies wird auch vom Mainstream der Medizin anerkannt. Auch dies beweist, daß AIDS nicht singulär auf den HIV-Virus zurückzuführen ist, sondern Kofaktoren existieren.

Insbesondere für die Debatte AIDS, HIV-Virus und Afrika ergeben sich hier besondere Schlußfolgerungen. Die Bevölkerung in vielen afrikanischen Staaten leidet zuerst einmal unter einem Armuts- und Elendsproblem, das als Folge kolonialistischer imperialistischer Politik und ihrer heutigen Fortsetzung zu begreifen ist.
Die Verbreitung von Seuchen ist die zwangsläufige Folge solcher Verhältnisse. Nicht Armut und Elend werden durch AIDS verursacht, sondern AIDS ist, wie viele Seuchen, Folge von Armut, Elend und mangelden Bildungszugängen. Das Problem ist nicht primär ein medizinisches sondern eines der sozialen und politischen Verhältnisse. AIDS ist damit auch nicht ein Problem schwarzer Sexualität oder anderer rassistischer Konstrukte. Grundsätzlich müssen die gesellschaftlichen Verhältnisse sich so ändern, daß die Menschen in vielen afrikanischen Staaten eine Lebensperspektive erhalten.

Ich spreche hier nicht dagegen, Menschen und insbesondere stark diskriminierte Gruppen (Frauen, Jugendliche) dabei zu unterstützen, eine selbstbestimmte Sexualität zu leben. Dafür ist der freie Zugang zu Verhütungsmitteln und Kondomen als Schutz sinnvoll, insbesondere da nicht nur AIDS sondern auch viele andere Krankheiten bei ungeschütztem Verkehr übertragen werden können und die Auswirkungen dieser Krankheiten unter Armutsbedingungen (z.B. keine Sanitäranlagen, kein sauberes Wasser, keine ausreichende Lebensmittelelversorgung, ..) auch katastrophal sein können. Nur ohne soziale und politische grundlegende Veränderungen wird dies die Lebensrealität der Menschen kaum signifikant verbessern, und sexuelle Selbstbestimmung ist nur unter freien und sozial stabilen Verhältnissen durchsetzbar.
Die Engführung der Lösungsansätze auf die Verteilung von Kondomen oder gar die Fixierung auf sexuelle Verhaltensweisen ist nicht nur nicht hilfreich, sondern rassistische Propaganda.
Und wenn Institutionen wie die DSW (Deutsche Stiftung Weltbevölkerung) das Thema AIDS und HIV-Virus instrumentalisieren, und durch den Fokus auf den HIV-Virus versuchen, AIDS für ihre Interessen der Bevölkerungskontrolle zu instrumentalisieren, hat auch dies mit der Förderung sexueller Selbstbestimmung wenig zu tun und ist eher eine Fortsetzung imperialistischer Politikansätze.

Dazu kommt auch noch, daß im Gegensatz zu Europa, ein erheblicher Teil der 'AIDS-HIV-Virus'-Fälle in Afrika höchstwahrscheinlich kein AIDS ist. Die Diagnosen werden oft nicht auf Grund von Antikörpertests gestellt, der HIV-Virus wird gar nicht nachgewiesen, sondern auf Grund der äußeren Anschauung. Da ist AIDS aber von einer ganzen Reihe weiterer Armuts- und Elendserkrankungen nicht unterscheidbar. Und selbst die Test sind nicht sicher. Die AIDS-HIV-Statistiken für Afrika sind nicht belastbar. Als Krankheit mit einem hohen Aufmerksamkeitswert ist anzunehmen, daß die Diagnose AIDS-HIV-Virus in Elendsregionen in Afrika viel häufiger gestellt wird, als es ihrem realen Vorliegen entspricht.

Diese ganzen komplexen Zusammenhänge werden durch die Engführung der gesamten Problematik auf die AIDS-HIV-Virus-Hypothese ausgeblendet, deshalb reicht die AIDS-HIV-Virus-Hypothese nicht aus um AIDS zu begreifen.

Wenn AIDS-Medikamente in der Kritik sind auf Grund ihrer hohen Schädlichkeit ist dies berechtigt. Richtig ist auch, daß wesentliche Medikamente für andere Behandlungen enwickelt wurden und dort auf Grund ihrer hohen Schadenswirkung nicht zur Anwendung gekommen sind. Gleichzeitig gilt aber, daß zumindest statistisch zur Zeit der Nutzen wohl den Schaden überwiegt. Ein ähnliches Phänomen wie es aus der Chemotheraphie für Krebs bekannt ist.


AK-ANNA
Hannover, 2008





Und noch ein paar Links, was so im Netz zu finden ist zu den Stichworten Afrika, AIDS, HIV-Virus, Kritik Virushypothese;

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Die Kritik, die zu vielen dieser Texte angebracht wäre ist die Kritik an der Darstellung von Afrika als AIDS-Kontinent. Diese Darstellung Afrikas steht in der kolonialistisch rassistischen Tradition der Tropeninstitute und der sich auf Afrika als Seuchenkontinent beziehenden postkolonialen Diskurse, ein Bild das auch in verschiedenen Hollywoodfilmen rassistisch benutzt wird.
Natürlich gibt es AIDS in Afrika, nur ist AIDS nicht DAS Problem Afrikas.
Erstens gibt es Afrika nicht, sondern eine Vielzahl recht heterogner Kulturen und Menschen. Jeder Ansatz der über Afrika als Gesamtheit Aussagen trifft ist rassistische Ideologie.
Zweitens ist AIDS in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, Gruppen und Kulturen Afrikas sehr unterschiedlich bedeutsam. Aber auch dort, wo AIDS stärker verbreitet ist, ist das Hauptproblem häufig eher Armut; Elend und Gewalt, in unterschiedlichen Ausprägungen und Strukturen. Deshalb gibt es nicht die Lösung.
Dazu kommt eine hohe Diagnoseunsicherheit und diffuse Hochrechnungen.

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Auch ein erheblicher Teil der AIDS-Kritik-Texte ist sicher nicht weniger dogmatisch als die naive Reproduktion der Weltsicht normativer rassistischer MedizintechnokratInnen. Es geht nicht darum zu behaupten AIDS hätte gar nichts mit einem Virus zu tun, sondern um Multikausalität.
Verschwörungstheorien sind außerdem dumm und wirklichkeitsfern. Trotzdem gibt es natürlich diverse Lobbygruppen und Interessen der Medizin- und Pharmaindustrie, aber auch diese sind nicht einheitlich. MedizinerInnen sind keine besseren Menschen aber auch keine schlechteren.















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