Texte




Die Attraktivität ein Monstrum

zu sein (zu besitzen)

 

 

Kurzzusammenfassung

 

Die öffentliche Diskussion über die Genetik bezieht sich in weiten Teilen nicht auf die Genetik, die Genetik wird hier meist nur als naturwissenschaftliche religiöse Mythologie aufgegriffen und als Metapher verwendet um grundsätzliche Fragen über das bürgerliche Subjekt, das Geschlechterverhältnis und anderer grundlegender gesellschaftlicher Strukturen neu zu verhandeln. Für ein Verständnis dieser Debatten ist ein kritisches psychoanalytisches und politisches Analyseinstrumentarium wichtig, naturwissenschaftliches Wissen ist an sich irrelevant.

Das Eingreifen in diese Debatte mit eigenen linken genetischen Metaphern und Erzählungen, z.B. dem Bild des attraktiven  Monstrums, als Aufwertung der Normabweichung, führt dabei zu der Problematik, daß diese Debatte auch spiegelbildlich funktioniert. D.h. das Attraktive Monstrum (z.B. "Dark Angel" als Tier-Mensch-Kreuzung) wird zum Werbeträger der Genetik. So besteht die Gefahr, daß die Genetik positiv konnotiert wird durch die Verknüpfung mit dem Versprechen der Erfüllung von Menschheitsträumen und der in ihnen verkörperten Begehren (Potenz, ewiges Leben, usw.), die mit der realen praktizierten Naturwissenschaft und ihren technologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen nichts zu tun haben.

 

 

Die Naturwissenschaft ist die Religion unserer Zeit. Sie bestimmt, was selbstverständlich als wahr begriffen wird. Nun werden aber bei Krisen der Gesellschaft und des Subjektes, z.B. auch des Geschlechterverhältnisses, diese diskursiv in den jeweiligen mythologisch-religiösen Diskursen der Zeit verhandelt. In Griechenland findet sich dies in den großen Tragödien und mythologischen Erzählungen, z.B. der Odyssee. In diesen Diskursen wird nicht die religiöse Praxis und Theorie verhandelt, sondern in der religiösen Mythologie die Alltagspraxen der Subjekte und diese Subjekte selbst. Im Christentum gibt es die Heiligengeschichten.

 

In unserer Zeit hat sich dafür eine Art mythologisch-naturwissenschaftlicher Diskurs herausgebildet. Dieser Diskurs dient NICHT der Reflektion über Theorie und Praxis der Naturwissenschaften, sondern es wird auch hier die Alltagspraxis und die Konstitution des bürgerlichen Subjektes in naturwissenschaftlichen Diskursen verhandelt. Das heißt ein Teil der naturwissenschaftlichen Diskurse, und gerade ein großer Teil der Öffentlichkeitswirksamen ist mythologische Erzählung, d.h. eine literarisch-methaphorische Praxis, und muß um ihren Inhalt zu begreifen mit entsprechenden diskursiven Analyseinstrumenten untersucht werden. Eine solche Analyse wird meines Wissens in erster Näherung nur von der deutschen Soziologin Gerburg Treusch-Dieter durchgeführt, aber auch ihr mangelt es letztendlich an Radikalität, wenn sie sich doch nicht von naturwissenschaftlich realen Bedeutungen lossagen will.

Um in der Naturwissenschafts- und Technologiekritik nicht gegen Windmühlenflügel zu kämpfen ist es aber wichtig diese Loslösung der Diskurse z.B. über Gentechnologie von der naturwissenschaftlich-technologischen Umsetzung und ihre Funktionalität in der gesellschaftlichen Debatte zu begreifen. Denn es geht in der Gentechnologie in ihrer realen naturwissenschaftlich-technologischen Anwendung eben nicht darum MutantInnen und menschliche Monster zu schaffen sondern um sehr viel trivialere aber nichts desto trotz höchst bedenkliche Entwicklungen z.B. in der Lebensmittelproduktion u.a.. Der Diskurs über Monster und MutantInnen hat eine rein metaphorische Funktion. Diese Funktion will dieser Text genauer untersuchen.

 

Auch die us-amerikanische Philosophin Donna Haraway, die diese Form, den metaphorischen Diskurses über gesellschaftliche Streitfragen in  technologisch-naturwissenschaftlichen Metaphern zu führen, in ihrer textuellen Praxis selbst nutzt, schwankt zwischen der rein metaphorischen Verwendung von Begriffen wie Cyborg und Monster und einer technikaffirmativen Heilserwartung an subversive Kräfte der realen technologisch-naturwissenschaftlichen Realisierungen. Als Marxistin kann oder will sie sich offensichtlich nicht von der Hoffnung trennen, daß die Entwicklung der Produktivkräfte, und daß heißt in diesem Fall von hegemonialer Technologie und Naturwissenschaft, also die Gen- und Informationstechnologien den Keim der politischen Revolutionierung der Gesellschaftsverhältnisse in sich tragen. Auch sie übersieht zumindest teilweise den Unterschied zwischen den (gen)technologischen Metaphern (Cyborg/Mutant/Monster)  eines gesellschaftlichen Diskurses über das moderne Subjekt, und der realen technologisch-naturwissenschaftlichen Entwicklung. Ihre Hoffnung auf real entstehende subversive Monstren und MutantInnen, z.B. Mensch-Tier-Kreuzungen, die durch ihre Existenz und die Transzendenz der Grenzen des 'Menschlichen' das humanistische Subjekt ad absurdum führen würden, ist die Hoffnung einer weiblichen Donna Quichote darauf, daß sich die Windmühlenflügel mit ihr zum Kampf verbünden würden.

 

Die öffentlichen Reden über Monstren und Mutationen im Zusammenhang mit der Genetik sind aus politischer Sicht hoch spannend und wichtig mit den realen Entwicklungen der Gentechnik haben sie aber kaum etwas zu tun. Es ist insofern auch kein Zufall das eine religiöse Sekte beansprucht die ersten Klonbabys 'zur Welt gebracht zu haben'.

 

D.h. wesentliche Teile der in den Feuilletons unter dem Thema Gentechnologie diskutierten Fragen haben nur sehr wenig mit realen Fragen der Gentechnologie zu tun aber sehr viel mit dem Selbstverständnis der Menschen, wie sie sich definieren. Genetische Superklone wird es nicht real geben, in diesen Diskursen wird aber z.B. gleichzeitig festgelegt bzw. reproduziert, was wünschenswerte, eben super, Fähigkeiten und was unwichtige oder unerwünschte Fähigkeiten sind. Und wenn die Superwesen, seien es Halbgötter oder genetische MutantInnen, sich primär durch ihre militärischen Fähigkeiten oder ihre physische Leistungsfähigkeit auszeichnen, dann ist genau dies das Problem dieser Diskurse. D.h. viele dieser Diskurse sind eine einzige Propaganda für höchst reaktionäre Menschen- und Gesellschaftsbilder, daß betrifft die Reaktualisierung und Legitimation von Geschlechtsstereotypen, Leistungsideologie, Rassismus, Sexismus, usw.. Es geht darum wie komplex, dialektisch, frei in ihren Entscheidungen oder ob (genetisch) determiniert begreife ich Menschen.

Ist z.B. der Mensch des Menschen Wolf und brauche ich deshalb einen starken Staat, usw., diese Fragen werden heute in genetischen Metaphern verhandelt.

Ein anderes reaktionäres Moment dieser Diskurse ist die gleichzeitig formulierte fast durchgehende Angst vor Mutationen und Abweichungen.

 

Ausgehend davon stellt sich die Frage, in wie weit nicht auch bewußt von linker Seite in diese genetischen Diskurse mit genetischen Metaphern interveniert werden sollte?

Und auch in diesem Sinn lassen sich Teile der Texte der Philosophin Donna Haraway lesen, wenn sie linke Positionen übersetzt in genetische Bilder von wünschenswert queeren Monstren. Auch der SF-Autorin Marge Piercy (Argument-Verlag) wird ein solches Aufgreifen und Umschreiben gentechnischer Phantasien zugeschrieben (wobei ich persönlich sie dazu viel zu traditionell klischiert  finde). Einige weitere AutorInnen subkultureller Milieus greifen diese Metaphern ebenfalls schon länger in diesem Sinn auf.

Dabei ergeben sich aber zwei Probleme, einmal ist es nicht einfach vom reaktionären biologistischen Determinismus und anderen reaktionären Klischees wegzukommen und zweitens wirken diese Diskurse auch spiegelbildlich, daß heißt als Reklame für Gentechnologie. Das Aufgreifen der Monster als wünschenswerte Projektionen scheint indes erfolgreich zu sein.

 

Außerhalb des reaktionären Feuilletons gibt es nämlich längst das Aufgreifen des Monströsen als Wunschprojektion in der Massenkultur.

Insgesamt gibt es im populärkulturellen Bereich eine ganze Reihe an Beispielen, die in die genetischen Diskurse subversive, linken Diskursen entnommene, Bilder mit integrieren, und in denen 'Monster' die Identifikationsfiguren bilden. Dies gilt für einige Kultfernsehserien, wie "Dark Angel", für Jugendbuchserien wie die "Anymorphs", aber auch für einen Teil der Manga-Comics, TV-Serien und Filme, die Walt Disney längst an Bedeutung weit hinter sich gelassen haben, und daß heißt es gehört heute zum Kernbereich der aktuellen Kinder- und Jugendkultur.

Das Monströse bekommt hier häufig noch eine besondere Funktion, da in der Entdeckung des Monströsen, der eigenen genetischen Andersartigkeit der jugendlichen HeldInnen, häufig Probleme der Identitätsfindung in der Pubertät nachgebildet werden und damit im Bild des Monströsen Probleme der sexuellen Identitätsfindung thematisiert werden.



Die genetisch manipulierten SuperheldInnen entsprechen dabei insgesamt einer Vielzahl unterschiedlicher bewußter und unbewußter Begehren, sei es das Fliegen können, unwiderstehliche sexuelle Attraktivität zu besitzen, usw. und sie sind dabei ähnlich widerspruchsfreie Indentifikationsfiguren, die mensch haben oder sein will, wie die griechischen HalbgöttInnen, mit ihren ganz ähnlichen Fähigkeiten, nur ist die genetische Mythologie halt aktueller und zeitgemäßer.

In einer Massen- und Konsumgesellschaft beinhaltet das Bild des abweichenden Monstrums außerdem das Versprechen einer ungefährdeten, quasi natürlichen, Individualität, so werden die 'Monstren' zu den eigentlichen humanistischen Subjekten.

 

Die in den genetischen und technologischen Cyborgfiguren vermittelten Frauenbilder entsprechen entweder klassischen Stereotypen, in denen selbst die mit Superfähigkeiten ausgestattete Frau männlichen Schutzes bedarf oder geopfert wird (z.B. "Jean Grey" in den "X-Men"-Comics), oder aber Frau wird zum attraktiven Phallus den es zu besitzen gilt (Z.B. "Lady Croft" oder "Dark Angel") .

Die us-amerikanische feministische Comiczeichnerin Nancy Lorenz schreibt dazu;

"Even in titles like the X-Men and Batman, women were built like Drag Queens after having about ten silicon implants with Gravity Defying Tit Boosters, and wore very little at all, with nipples popping out from the material like steel rivets. Even if they were doing things the men were doing, they couldn't do that without being scantily clad at the same time.

 

[..]

 

The girls are always dependent on the men in some way. Even if the girls are amazingly strong and wonderful, their positive attributes are what the male characters see in them and deem wonderful. It is all seen through the male perspective, and women are something alien. Women are only worthy if they're openly sexual, and if they're not, there's something wrong with them.

A wonderful example is the character Jubilee. Now, for non-comic readers, she is a young lady, about 15 years old in most comics, half-Chinese, loud, opinionated, frenetic, confident, generally well-clothed and delightfully flawed in many human and non-irritating or sexist ways. She's not a sexual character (probably too young for the writers to bother with) and she is happy in herself that way. Personally, I feel she's the best female character that Marvel has ever produced [..]. She's the most balanced, the most emotionally well adjusted, she takes no crap and doesn't hesitate in giving up the sass. She's also the *most* hated character in the X-Men fandom."

 

 

Die Handlungsmuster der neueren Filme und Serien sind dabei in bestimmten Grundmomente erstaunlich ähnlich. Die HauptheldIn ist meist aus einem genetischen und/oder Cyborgexperiment, was ihr/ihm übermenschliche Fähigkeiten verleiht, hervorgegangen. Sie/er hat sich danach von ihren "SchöpferInnen" distanziert und geht nun eigene Wege im Kampf gegen das Böse, das meist durch einen großen Konzern oder Teile eines anonymen Regierungsapparates verkörpert wird. Die HeldIn ist selbst Teil einer kleinen Widerstandsgruppe dagegen. "Schöpfer" und Böse sind häufig derselbe Konzern. Dies alles ist aber meist nur die Folie für den Kampf der HeldIn um ihre Menschlichkeit und andere humanistische Werte. Eine besondere Rolle kommt dabei häufig noch dem Erinnerungsbild an die reale Mutter, die tot oder verschollen ist, vom Bösen getötet bei der Verteidigung ihres Kindes, oder der Erinnerung an den heldenhaft gestorbenen Vater, dessen Aufgabe es fortzusetzen gilt, zu.

 

Es ließe sich nun einfach sagen, daß diese Filme und Serien nicht mehr oder minder reaktionär sind als vieles, was im TV und im Kino läuft, das Problem liegt wo anders.

Die libidinöse Aufladung der HeldInnen schafft eine Positividentifikation nicht nur mit diesen sondern auch mit der Genetik. Und ganz ähnlich, wie die fast identisch strukturierte Hackermythologie wesentlich zur Akzeptanzbeschaffung bzgl. der Informationstechnologien beigetragen hat, steht zu befürchten, daß Kinder/Jugendliche, die Genetik im Sinne des in diesen Erzählungen zelebrierten Widerstandsmythos internalisiert haben, auch als Erwachsene diesen Mythos fortschreiben; daß Bild einer Wunschmaschine Genetik, die alle Menschenträume erfüllen könnte, wären da nicht die bösen Konzerne. Auf diesem Hintergrund würde dann aber eine Kritik der Genetik ähnlich unmöglich werden, wie es die grundlegende Kritik der Informationstechnologie heute schon ist.

 

Das von Donna Haraway subversiv gedachte Konzept der Nutzung der Metapher des Monstrums zur Unterminierung der Normalität ist damit längst im hegemonialen Mainstream angekommen und in der Affirmation bestehender Geschlechterverhältnisse und sonstiger Stereotype. Und völlig entgegen der Intention Haraways hat gerade die Affirmation der Monstermetapher zu einer Renaissance der identitätslogischen humanistischen Subjektkonstruktion beigetragen, sind doch diese, die Monster, die eigentlich wirklichen humanistischen Subjekte, die nun "Terminator" oder "Seven of Nine" heißen.

 

Für eine widerständige politische Praxis ist es also notwendig sich nach neuen Metaphern umzusehen.

 

Ein mythologisch-metaphorischer Diskurs kann nicht durch Aufklärung gebrochen werden, sondern nur durch eine Änderung der Mythologie, durch andere Erzählungen.

Die Mythologie setzt die logischen Grundlagen, bestimmt wodurch sich etwas als wahr und falsch zu erweisen hat, sie setzt die Grundlagen jeder Aufklärung und ist ihr vorgängig und kann damit nicht durch die Aufklärung selbst widerlegt werden.

Innerhalb der christlichen Dogmatik ist es unmöglich Gott grundsätzlich in Frage zu stellen, und innerhalb der Dogmatik der modernen Naturwissenschaften ist es unmöglich diese grundsätzlich in Frage zu stellen.

Eine grundlegende Veränderung (also z.B. die Abschaffung der patriarchalen Strukturierungen) kann nur durch eine Umschrift der Mythologie, wie Haraway sie zumindest in Teilen ihrer Texte anstrebt, oder durch die Ablösung der hegemonialen Mythologie durch andere mythologische Erzählungen erreicht werden.

 

Zum Schluß will ich deshalb einen Alternativvorschlag einer anderen Erzählung machen. Wie wäre es mit einer Erzählung in der nicht der/die Cyborg das Monströse aber auch das Gefährliche, Lustvolle, Verlockende darstellt, sondern in der gerade umgekehrt, die, nicht durch die hegemoniale Technologie disziplinierten, Subjekte dies sind.

Gehen wir z.B. als Plott eines Films in der Art von "X-Men" davon aus, daß irgendwo in dieser Gesellschaft in Randbereichen und Zwischenräumen Lücken existieren in denen eine Disziplinierung durch Technologie nur unzureichend stattfindet, und das gerade dies dazu führt, daß hier Menschen mit besonderen Superfähigkeiten entstehen, die aber gleichzeitig AußenseiterInnen sind, da sie ja die technologischen Konventionen nicht beherrschen, sich nicht die Achselhöhlen rasieren, nicht an Gene und Imunsysteme glauben, usw.. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Erzählung in der Kinder, die in anarchischen, von der hegemonialen Technologie nur unzureichend abgedeckten, Verhältnissen aufwachsen, in einer alternativen Gesellschaftlichkeit lernen Träume real zu materialisieren und mit dieser Fähigkeit in Gesellschaft auf einmal auffallen, z.B. weil ihre Teddybären anfangen rumzulaufen und Leute zu beißen. In einer solchen Erzählung wären sie die Monstren, und damit aufgrund ihrer Macht die positiven Identifikationsfiguren, als nicht hegemonial technologisch zivilisierte Menschen.

Die Schwierigkeit bei einer solchen Erzählung wäre vor allem nicht dem Mythos vom guten Wilden aufzusitzen, daß heißt es müßte deutlich sein, daß es sich hier um eine andere Vergesellschaftung und nicht um einen Rekurs auf Ursprünge handelt.

 

Sicher lassen sich noch ganz andere Erzählungen denken.

 

Jeder Versuch die herrschende Mythologie zu brechen ist mit der Schwierigkeit konfrontiert das die Diskursmacht überhaupt erlangt werden muß und dies ist um so schwieriger um so weiter ich mich von den als real angesehenen Verhältnissen, dem was auch aufgrund materieller Lebensbedingungen als richtig und falsch angesehen wird, entferne.

 

Die mythologisch-religiöse Diskurspraxis gehört zum Kern naturwissenschaftlicher Tätigkeit. Als PriesterInnen unserer Zeit sind die NaturwissenschaftlerInnen eben nicht nur für konkrete praktische Ratschläge zuständig sondern auch für die Klärung der 'großen' Fragen. Das die Normsetzungen dabei nicht als politische Entscheidungen erscheinen ist in einer Religion zu Zeiten ihrer vollen Wirkungsmacht notwendigerweise so. D.h. es geht nicht darum hier zu kritisieren daß naturwissenschaftliche Diskurse hier über den 'ihnen zustehenden Bereich' ausgedehnt werden, sondern darzustellen das Naturwissenschaft, so wie sie in der bürgerlichen Gesellschaft praktiziert wird, aus einem technologisch-naturwissenschaftlichen Anteil, einer sozialen Praxis und einem religiös-mythologischem Anteil in ihrem Kern besteht. Und das gerade aus dieser Vervielfachung der Bedeutung naturwissenschaftlich-technologischer Artefakte und Begriffe und dem Zusammenspiel dieser Bedeutungen die Wirksamkeit der Naturwissenschaft für die Normierung im Sinne der Herrschaftspraxen herrührt.

Die klare Trennung dieser Bereiche, die hier zur begrifflichen Klärung versucht wurde, läßt sich im konkreten Fall wohl nur bedingt aufrecht erhalten, da gerade ihr Zusammenwirken ihre Wirkung wesentlich ausmacht.

 

Es bedeutet auch, daß Projekte des Widerstandes auf allen drei Gebieten agieren müssen und das heißt auch mit eigenständigen Mythologien und Erzählungen.

 

 

Fin

 

 

AutorIn: J.Djuren

 


Anfang


Am unteren Ende dieser Seite findet Ihr noch einen kurzen satirischen Text zur 'außerirdischen(?)' Herkunft von Donna Haraway - Ist Donna Haraway eine Cyborg?

 







Zuletzt aktualisiert 30.05.10



Webmistress
















































Ist Donna Haraway eine Cyborg?

Sicher haben sich die meisten schon einmal gefragt, ob Donna Haraway eine Cyborg ist. Schließlich ist dies einfach nahe liegend anzunehmen, daß Donna Haraway eine Cyborg ist.

Vielleicht wurde Donna Haraway als Cyborg von Außerirdischen auf der Erde abgesetzt um uns mit dem Cyborg-Manifest auf ihre baldige Ankunft vorzubereiten. Eine Zukunft in der Cyborgs wie Donna Haraway ganz Alltäglich sein werden.
Oder Donna Haraway ist eine aus einem geheimen Versuchslabor der NSA entflohene Cyborg.
Oder die Russen haben Donna Haraway gebaut, um mit ihr als Cyborg die amerikanische Kultur zu unterwandern.
Vielleicht ist Donna Haraway auch ein übrig gebliebenes Artefakt einer untergegangenen Zivilisation, eine Cyborg die durch Atombombenversuche aus Versehen freigesetzt wurde. Dann hat die Cyborg Donna Haraway vielleicht schon in Atlantis an einer Universität gelehrt.
Oder die Cyborg Donna Haraway ist die Mutation eines Computerviruses, das sich in der Kreuzung eines Computers mit einer Linguistin materialisiert hat.
Oder Donna Haraway ist einfach eine Art Mutation, und Cyborgs in der Form von Donna Haraway sind die Zukunft der menschlichen Art.
Oder Donna Haraway wurde aus Versehen von Astronauten als Cyborg auf die Erde eingeschleppt und jetzt wartet sie nur auf die Chance, sich unkontrolliert zu vermehren. Dann werden die Cyborgs der Art Donna Haraway die Macht übernehmen und die Menschen in eine Nischenexistenz abdrängen.
Vielleicht ist die Cyborg Donna Haraway die erste Botin für das Aussterben der Menschheit.
Vielleicht ist aber auch ein Arrangement mit Cyborgs der Art Donna Haraway möglich.
Vielleicht ist es möglich zumindest die Kinder zu retten, in dem wir sie Cyborgisieren, vielleicht werden die von Donna Haraway angekündigten Cyborgs sie dann verschonen.

Ihr meint, das ist alles ein Mißverständnis der Aussagen Donna Haraways. Sicher die Texte Donna Haraways über Cyborgs sind theoretisch hoch kompliziert und scheinen eher auf eine kulturtheoretische Diskussion der Technisierung unserer Umwelt und der Auswirkungen auf das Subjekt, das zum Cyborg wird, von Donna Haraway ausgerichtet zu sein.
Aber gerade dies deutet doch darauf hin, daß es sich bei den Texten Donna Haraways zum Thema Cyborg um eine bewußt versteckte Aufklärung über die Invasion der Außerirdischen handeln könnte. Vielleicht mußte Donna Haraway ihre Botschaft über die Cyborgisierung hinter Kulturtheorie verstecken, um nicht von den Außerirdischen abgeschaltet zu werden.

Was spricht dafür das Donna Haraway eine Cyborg ist?

- Im Internet wird Donna Haraway an unterschiedlichen Universitäten parallel als dort Tätige aufgelistet, nur als Cyborg ist es Donna Haraway durch Replikation möglich an mehreren Universitäten gleichzeitig zu lehren. Die Cyborg Donna Haraway existiert offensichtlich in mehr als einer Ausgabe. Dafür spricht auch die Anzahl der Auftritte der Cyborg Donna Haraway in der Öffentlichkeit und im Internet insgesamt.

- Donna Haraway ist eine der meist zitierten PhilosophInnen der Moderne. In sexistischen Gesellschaften wie der deutschen oder der us-amerikanischen ist es ausgeschlossen, daß eine Frau eine solche Wirkung entfalten kann. Für eine Cyborg ist es hingegen durchaus vorstellbar auf soviel positive Resonanz zu stoßen.
Da Donna Haraway kein Mann ist, und auf Grund ihres Erfolges keine Frau sein kann, muß sie eine Cyborg sein.


Die Antwort ist also eindeutig, Donna Haraway ist eine Cyborg.


J.Djuren
Hannover, 2008


PS: Da Teile der deutschen Linken teilweise bestimmte Auffassungsprobleme mit Satire hat, hier der Hinweis, dieser Text über Donna Haraway als Cyborg ist Satire!






Und noch ein paar Links, was so im Netz zu finden ist zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg;

- Unter - 1. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 2. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 3. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 4. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg - und - 5. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg - findet Ihr Infos über den Cyborg-Ansatz und über Donna Haraway.

- Unter - 6. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 7. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -- und - 8. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg - findet Ihr Texte und .. von Donna Haraway unter anderem zum Thema der Cyborg und .. .

- Unter - 9. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 10. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 11. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 12. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 13. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg - und - 14. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg - findet Ihr Links und Hinweise mit weiteren Infos über die Cyborg im Sinne von Donna Haraway und das Umfeld.

- Unter - 15. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 16. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 17. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 18. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 19. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 20. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 21. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 22. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 23. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 24. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 25. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 26. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 27. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 28. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 29. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 30. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 31. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 32. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 33. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg - und - 34. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg - findet Ihr Texte und .. zu dem Themenzusammenhang Cyborg und Donna Haraway.

- Unter - 35. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 36. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 37. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg -, - 38. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg - und - 39. Externer Link zu den Stichworten Donna Haraway & Cyborg - findet Ihr Buch- und Textkritiken zu dem Themenzusammenhang Donna Haraway und Cyborg.












Kritik der Theorien von Donna Haraway, Stichwort Cyborg. Text zur Kritik der Genetik und ihrer öffentlichen Rezeption in Filmen wie X-Men Dark Angel, Kritik an Donna Haraway und zu: Philosophie feministisch Feminismus Genetik Genetikkritik Gene Gentechnologie Gentechnologiekritik Technikaffirmation Sexismus Rassismus Informatikkritik Technik Technologie Manifest für Cyborg manifesto Cyborgs X-Men Dark Angel linksradikal Geschlechtskonstruktion Jörg Djuren
























AK-ANNA Spinnennetz